Kurzlebigste Menschen der Welt

Laut einer neuen Studie von CIA leben fast alle kurzlebigsten Menschen der Welt in Afrika. Die kürzeste Lebenserwartung haben die Bewohner von Chad, einem der ärmsten Länder Afrikas und der Welt. Auf dem zweiten Platz sind überraschenderweise die Südafrikaner, das wohlhabendste Volk Afrikas, knapp vor Guinea-Bissau auf dem Platz drei. Die durchschnittliche Lebenserwartung in diesen drei Ländern liegt unter 50 Jahren. Swasiland, ein unabhängiges Königreich innerhalb des südafrikanischen Staates belegte mit genau 50 Jahren Lebenserwartung den vierten Platz. Das einzige nicht-afrikanische desto aber nicht mehr wohlhabendes Land unter den Top 10 ist Afganistan auf der fünften Stelle. Andere Länder unter den Top 10 sind Central Afrika Republik (6.), Somalia (7.), Sambia (8.), Namibia (9.) und Gabun (10.). Es ist nötig zu beachten, daß nicht alle diese Länder extrem arm sind mit einem schweren Zugang zu medizinischer Versorgung. Südafrika, Namibia und Gabun gehören zu den wohlhabendsten Ländern in Afrika. Diese Studie hat in erster Linie sozioökonomische Faktoren wie Ernährung, Zugang und Qualität des Gesundheitsystems beobachtet.

Natürlich fehlen in diesen Statistiken Daten von den Bürgerkriegsländern Afrikas wie z.B. Kongo. Einer der Gründe warum so viele afrikanische Länder auf der Liste stehen sind die allgegenwärtige tropische Krankheiten wie Cholera, Malaria, Typhus als auch AIDS. Länder wie Südafrika, Namibia, Swasiland und Sambia haben die höchsten Anteile der AIDS-kranken in der Welt. Der fehlende Zugriff auf Arzneimittel, Impfstoffe, sauberes Wasser und medizinische Versorgung sowie mangelnde Aufklärung, schlechte Hygiene und Insekten sind die wichtigsten Ursachen der kurzen Lebenserwartung dieser Menschen. Weitere schwerwiegende Faktoren sind die Armut und davon resultierende Unterernährung, zivile Konflikte und hohe Kriminalität (was die Mordrate anbelangt sind Swasiland und Südafrika auf dem Platz 1 und 3 in der Welt). In wohlhabenden Ländern Europas töten sich viele Menschen selbst mit Alkohol, Drogen und Überfluss wobei in Afrika werden sie vor allem von schlechten Lebensbedingungen, die sie oft nicht selber beeinflussen können, getötet.

Gibt es eine familiär-bedingte Langlebigkeit?

Durchschnittliche Lebenserwartung liegt in den meisten Ländern Europas bei über 80 Jahren wobei Frauen etwa 6 Jahre länger leben als Männer. Sardinien weist den höchsten Anteil an über hundertjährigen Bewohnern europaweit auf, doppelt so hoch wie Italien, Deutschland oder Frankreich. Zu den anderen Völkern, die für ihre Langlebigkeit bekannt sind, gehören Japaner von der Insel Okinawa, Bewohner von Andorra und Südfrankreich sowie einige Kaukasier. Was ihre Lebensweise angeht, scheinen diese Völker aber wenig gemeinsam zu haben: sie leben in diversen klimatischen Zonen, ernähren sich anders und haben unterschiedliche Lebensgewohnheiten sowie unvergleichbare Gesundheitssysteme.

Daher wird bei allen diesen diversen Volksgruppen eine wichtige Rolle den Genen zugeschrieben. Bei den meisten 100-jährigen Sarden wurde ein Gendefekt festgestellt, das sonst den natürlichen Schutz vor Malaria bietet. Jedoch kennt man auch andere Völker, wie z.B. Araber, Chinesen oder Thailänder, die von diesem Gendefekt überdurchschnittlich betroffen werden, die aber nicht für ihre Langlebigkeit bekannt sind. In 2009 wurde in DNA-Proben von 400 hundertjährigen Deutschen eine ungewöhnliche Variante des Gens FOXO3A besonders häufig diagnostiziert. Die selbe Variante dieses Gens wurde auch in den USA bei alten Männern japanischer Herkunft festgestellt. Ein anderes vermutliches Langlebigkeitsgen heisst Sirtuin. Sirtuin hilft die negativen Folgen von Stress auf die Zelle zu mildern. Im Rotwein enthaltenes Resveratrol steigert sexuelle Leistungsfähigkeit und es hatte sich bei Würmern und Fliegen als starker Aktivator von Sirtuinen erwiesen und somit wird ihre Lebenserwartung wesentlich erhöht. Es ist daher nennenswert, dass die Rotweine aus Sardinien erwiesenermaßen zu den gesündesten Weinen weltweit zählen.

Obwohl bestimmte Gene fur Langlebigkeit verantwortlich gemacht werden, könnten die Forscher bisher keinen gemeinsamen Nenner finden, also ein Gen das bei allen langlebigen Leuten weltweit überdurchschnittlich häufig auftretten würde. Derzeit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Langlebigkeit nur zu etwa 30 Prozent genetisch bedingt ist wobei die restlichen 70 Prozent auf Lebensweise zurückzuführen sind. Die genetische Basis muss auch durch andere Faktoren ergänzt werden, Faktoren die man zumindest teilweise selber beeinflussen kann wie Lebensgewohnheiten (Bewegung, Regeneration, Stressmanagement), Ernährungsweise (Genussgifte), Lebensfreude, Zivilstand, Ausbildung und Beruf, Erkrankungen, Unfälle sowie Umgebung. Also, genetische Vorteile sind nur der erste Schritt zur eventellen Langlebigkeit.

Leben in Zeiten des omnipräsenten Konsums

Es mag ziemlich banal lauten wenn man sagt, daß wegen Überfluß der modernen Zeit Millionen Menschen an Luxusleiden erkranken. Burn-out-Syndrom, Fettsucht, Alkoholabhängigkeit und Drogensucht sind aber nicht die einzigen Zivilisationskrankheiten des 21-sten Jahrhunderts. Allergien, Exzeme, Depressionen, psychische Störungen, Konzentrationsprobleme wie ADHD sind einige Beispiele von gesundheitlichen Problemen an Entstehung derer sich der Betroffene nicht freiwillig beteilligt hat. Oder doch? Was hat sich eigentlich an unserer Lebensweise so dramatisch geändert, daß wir an Krankheiten leiden, die vorher praktisch unbekannt oder sehr selten waren?

Vielleicht ist die rasche Veränderung unserer Lebensgewohnheiten schuld daran. Oder auch extrem ungesunde Entwicklung in der Nahrungsmittelbranche. Milch ist kein Milch mehr, Brot enthält auch kaum mehr als 50 Prozent von Mehl, die Qualität von Fleischwaren wird man überhaupt nicht komentieren wollen. Millionen junger Leute laufen mit Kophörern und Kabel herum aber auch ohne Kopfhörer kann man nicht der lauten Musik entgehen. Jungs mit Konzentrationsschwierigkeiten werden zu Hip-Hop Musikern ausgebildet wobei man daran gut verdient. Schon kleine Kinder kennen sich mit Computerspielen recht gut aus, können aber noch mit 14 Jahren nicht allein mit dem Zug fahren.

Obwohl unser Leben schneller geworden ist schaffen wir nicht viel mehr als früher. Trotz dem ständigen Druck im Beruf und Streben nach höherer Effizienz verdienen wir nach Kaufkraft gemessen nicht wesentlich mehr als vorher. Unsere Lebensqualität kann man kaum als eine Verbesserung bezeichnen. Und dazu kommen dann auch mehr schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie Krebserkrankungen, Bluthochdruck und Herzerkrankungen, die im früheren Alter auftretten als es vorher gewöhnlich war. Aber wir lassen uns von den Medien verblüffen und glauben, daß dies eine positive Entwicklung der modernen Welt ist.

Wer sind die glücklichsten Menschen der Welt?

Laut dem neuesten World Happiness Report der Vereinten Nationen leben die glücklichsten Menschen der Welt in Nordeuropa d.h. in Dänemark und Norwegen. Die Schweizer belegten den dritten Platz, die Niederländer den vierten und die Schweden sind auf der fünften Stelle. Andere Länder unter den Top zehn sind Kanada (6.), Finnland (7.), Österreich (8.), Island (9.) und Australien (10.). Die Deutschen sind auf Platz 26 gelandet hinter solchen Staaten wie Oman. Wie wir schon aus dem Märchen „Hans im Glück“ kennen, macht der Besitz nicht glücklich. Ist es aber wirklich so? Laut dieser Studie Leben die glücklichsten Leute in wohlhabenden Ländern Nordeuropas und Nordamerikas und in einigen ölreichen Ministaaten. Die Unglücklichsten, dagegen, findet man in armen afrikanischen Ländern.

Wohlstand, sozialer Aufstieg und soziale Sicherheit machen glücklich, wenigstens das hat diese Studie bestätigt. Bei den Befragungen wurden solche Faktoren berücksichtigt wie Zufriedenheit mit dem Beruf und dem Sozialsystem, Qualität der Regierung, Korruption sowie individuelle Freiheit, also insgesammt Werte, die für eine moderne Gesellschaft charakteristisch sind. Bemerkenswert war die zwölfte Position von Costa Rica. Dieses Land ist bei weitem nicht so reich wie die Länder in Nordeuropa, sein Bildungssystem, Umweltschutz und soziale Sicherheit entsprechen aber den europäischen Standards. Ausserdem hat dieses Land keine eigene Armee. Dies ist wenigstens eine einsame Bestätigung davon, daß Geld nicht glücklich macht.

Wo beeilen wir uns hin?

Unser Leben wird immer schneller. Wir machen immer mehr Gebrauch von modernen technischen Geräten wie Smartphone Handys, fast jeder hat sein eigenes Auto und trotzdem schaffen wir es nicht sich genug Zeit für uns selbst, unsere Familie und Freunde zu reservieren. Es ist schwer zu fassen, daß wir Internet und Handys seit weniger als 20 Jahren kennen und Heute sind diese Dinge für viele von uns zu einer Droge geworden. Wir sind überflutet mit Informationen, können vieles online oder am Handy erledigen, wir beschaffen uns über Internet Infos die vorher nahezu geheim waren und trotzdem hilft uns dies nicht unser Leben angenehmer und wesentlich komfortabler zu machen. Stellen Sie sich nur vor, sie möchten jetzt Ihre Wohnung selber renovieren ohne Internetzugriff, ohne Handy und Auto oder sogar ohne moderne Supermärkte wo man alles am selben Ort kaufen kann. Wie lange würde es dauern? Wieso dauern uns manche Dinge jetzt viel länger als vorher?

Oder schauen wir uns die jetzige politische Situation an. Wir sind recht gut darüber informiert was in der Welt passiert. Vom Fernsehen, Internet und anderen Medien, viele von uns reisen in die Länder wo Kriege drohen und holen sich somit Infos aus der ersten Hand. Trotzdem hilft dieser Überfluß an Informationen der Menscheit nicht Kriege abzuwenden. Wir werden von den Staaten und ihren Institutionen auch recht nahe überwacht. Solange Sie eine Kreditkarte regelmässig anwenden (oder auch eine normale Bankomatenkarte) wissen die Finanzbehörden ganz genau wo Sie sich befiden und wofür Sie das Geld ausgeben. Und trotzdem gibt es nicht weniger Finanzbetrug als vorher. Facebook, Skype, soziale Networks ermöglichen uns Kontakte mit Dutzenden, sogar mit Hunderten oder auch Tausenden Leuten zu pflegen. Im nu kann man seine Ideen mit allen seinen Kontakten teilen und trotzdem haben wir nicht mehr echter Freunde als vorher.

Wenn es um die Langlebigkeit und Gesundheit geht sind wir auch nicht viel besser dran als vorherige Generationen. Wir wissen zwar wohl was gesund und was ungesund ist und trotzdem ernähren wir uns falsch und können den omnipräsenten Streß nicht vermeiden. Es wird oft gesagt, daß jeder dritte oder sogar jeder zweite Neugeborene in Deutschland 100 Jahre alt wird. Aber wir werden früher alt. Gesundheitliche Probleme wie Diabetes, Fettsucht, koronare Herzerkrankungen, Schlafstörungen, Potenzprobleme, depressive Zustände, schwache Immunität oder sogar Immundefekte und Krebs tretten bei viel jüngeren Leuten auf als vorher. Es sind nicht nur alte Herren die ihre Virilität unterstützen. Viele Jungs verwenden täglich Arzneimittel, die vorher nur den betagten Leuten reserviert waren. Also, unser Leben ist mit allen modernen Errungenschaften viel komplizierter aber nicht leichter oder angenehmer geworden. Wir leben zwar länger aber nicht besser. Wir beeilen uns möglicht schnell viel Geld zu verdienen weil wir noch jung sind und das Geld geniessen können um möglicht schnell in den verdienten Ruhestand eintretten zu können. Statt dessen schaden wir uns selbst und geben dann das schwerverdiente Geld für medizinsche Behandlungen und Arzneimittel aus, so daß wir am Ende nicht viel besser dran sind als die Generationen vorher.